Februar 2026: Fünftwärmster Februar seit Beginn der Messungen

Der Februar 2026 zählt weltweit zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das zeigt der aktuelle Monatsbericht des europäischen Klimawandeldienstes Copernicus. Trotz regionaler Kälteperioden – insbesondere in Teilen Europas – lag die globale Durchschnittstemperatur erneut deutlich über dem langfristigen Mittel.

Nach Angaben von Copernicus betrug die durchschnittliche globale Lufttemperatur im Februar 13,26 Grad Celsius. Damit lag sie 0,53 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 und 1,49 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Insgesamt war es der fünftwärmste Februar seit Beginn der Messungen.

Der Bericht macht zugleich deutlich, wie stark sich die Temperaturen regional unterscheiden können. In Europa lag die durchschnittliche Temperatur im Februar bei minus 0,07 Grad Celsius und damit leicht unter dem Mittelwert der Referenzperiode 1991 bis 2020. Während West-, Süd- und Südosteuropa wärmere Bedingungen als üblich verzeichneten, blieb es in Skandinavien, den baltischen Staaten und im Nordwesten Russlands deutlich kälter als im langjährigen Durchschnitt.

Trotz des relativ kühlen Februars gehörte der europäische Winter von Dezember bis Februar zu den zwei kältesten der vergangenen 13 Jahre. Dennoch lag er insgesamt immer noch 0,09 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020, was den langfristigen Erwärmungstrend unterstreicht.

Der Monat war in mehreren Regionen der Welt von extremen Wetterereignissen geprägt. Besonders Westeuropa und Nordafrika erlebten schwere Stürme und außergewöhnlich starke Regenfälle. In Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko führten die Niederschläge zu schweren Überschwemmungen. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben, viele weitere verloren ihre Häuser oder ihre Existenzgrundlagen. Auch in Australien, Mosambik und Botswana wurden großflächige Überschwemmungen gemeldet.

Neben den hohen Lufttemperaturen blieben auch die Meeresoberflächentemperaturen auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Zwischen 60 Grad südlicher und 60 Grad nördlicher Breite lag die durchschnittliche Temperatur der Ozeane im Februar bei 20,88 Grad Celsius. Zusammen mit dem Februar 2025 ist dies der zweithöchste Wert, der für diesen Monat jemals gemessen wurde.

Auch die Ausdehnung des arktischen Meereises blieb ungewöhnlich gering. Für einen Februar wurde die drittniedrigste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen registriert.

Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen, das den Klimadienst Copernicus betreibt, sieht darin ein deutliches Warnsignal. Die extremen Wetterereignisse des Monats zeigten, wie stark sich der Klimawandel bereits auf verschiedene Regionen der Erde auswirke. Gleichzeitig unterstreiche die Entwicklung den dringenden Bedarf an globalen Maßnahmen zum Schutz des Klimas.

Der Bericht zeigt damit erneut: Auch wenn einzelne Regionen zeitweise kühlere Temperaturen erleben, bleibt der globale Trend eindeutig – die Erde erwärmt sich weiter.

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